Social Media wird messbarer – auch außerhalb der Plattformen
isher konzentrierte sich die Erfolgsmessung von Social Media häufig auf plattforminterne Kennzahlen wie Likes, Kommentare, Shares oder Videoaufrufe. Diese Werte bleiben relevant, bilden aber nur einen Teil der tatsächlichen Reichweite ab.
Denn öffentliche Social-Media-Inhalte können längst auch in den Google-Suchergebnissen erscheinen. Ein hilfreiches YouTube-Video, ein gut formulierter X-Post oder ein informativer Instagram-Beitrag kann noch Monate nach der Veröffentlichung über eine Suchanfrage gefunden werden.
Die neuen Search-Console-Daten zeigen unter anderem:
- Impressionen und Klicks aus der Google-Suche
- erfolgreiche Beiträge und Videos
- Suchbegriffe, über die Inhalte gefunden werden
- aktuelle Traffic-Trends
- besonders stark steigende oder fallende Themen
- Leistungsunterschiede zwischen einzelnen Formaten
Google empfiehlt außerdem, den 24-Stunden-Filter für neue Traffic-Spitzen zu nutzen, Plattformdaten zu exportieren und ältere Inhalte zu identifizieren, die erneut an Sichtbarkeit gewinnen.
So richtet man eine Plattform-Property ein
Die Einrichtung erfolgt direkt in der Google Search Console:
- Google Search Console öffnen und mit dem gewünschten Google-Konto anmelden.
- Oben links die Property-Auswahl öffnen.
- Auf „Property hinzufügen“ klicken.
- Instagram, TikTok, X oder YouTube als Plattform auswählen.
- Den angezeigten Schritten folgen und den jeweiligen Account autorisieren.
- Nach erfolgreicher Verknüpfung die Berichte unter „Leistung“ und „Statistiken“ aufrufen.
Für jede Plattform wird eine eigene Property angelegt. Google unterstützt aktuell Instagram, TikTok, X und YouTube. Zur Auswertung stehen unter anderem ein detaillierter Leistungsbericht, ein kompakter Insights-Bericht und erreichte Klick-Meilensteine zur Verfügung.
Schritt 1: Neue Property hinzufügen
Öffne die Google Search Console und melde dich mit deinem Google-Konto an. Klicke anschließend oben links auf die aktuell ausgewählte Property. Im geöffneten Auswahlmenü wählst du unten „Property hinzufügen“ aus.
Schritt 2: Social-Media-Plattform auswählen
Im Fenster „Property-Typ auswählen“ werden neben Websites auch die unterstützten Social-Media-Plattformen angezeigt. Wähle Instagram, TikTok, X oder YouTube aus und klicke in der entsprechenden Zeile auf „Hinzufügen“.
Schritt 3: Zugriff auf das Konto bestätigen
Die Search Console leitet dich nun zur ausgewählten Social-Media-Plattform weiter. Prüfe zunächst, ob das richtige Konto ausgewählt ist.
Anschließend musst du die angeforderten Berechtigungen bestätigen. Diese sind notwendig, damit Google das öffentliche Profil und die veröffentlichten Inhalte für die Search-Console-Auswertung zuordnen kann. Bestätige die Verbindung über die entsprechende Schaltfläche, beispielsweise „Zulassen“ oder „Autorisieren“.
Google erhält dabei keinen Zugriff auf dein Passwort. Die Verbindung wird über die offizielle Autorisierung der jeweiligen Plattform hergestellt.
Schritt 4: Property wird eingerichtet
Nach der Freigabe wirst du automatisch zur Google Search Console zurückgeleitet. Dort erscheint der Hinweis „Property wird hinzugefügt“.
Der Vorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden. Währenddessen richtet Google die Verbindung zwischen dem ausgewählten Social-Media-Konto und der neuen Plattform-Property ein.
Schritt 5: Verbindung erfolgreich abschließen
Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, erscheint die Meldung „Property wurde hinzugefügt“. Kontrolliere, ob das angezeigte Konto und die ausgewählte Plattform korrekt sind.
Über „Zur Property“ gelangst du direkt zur neuen Auswertung. Mit „Fertig“ schließt du den Einrichtungsdialog.
Schritt 6: Erste Daten in der Search Console abwarten
Direkt nach der Einrichtung sind häufig noch keine Leistungsdaten verfügbar. Google weist darauf hin, dass die Verarbeitung und Bereitstellung der Statistiken bis zu 48 Stunden dauern kann.
Anschließend kann die Plattform-Property unter anderem folgende Informationen anzeigen:
- Klicks aus der Google-Suche
- besonders erfolgreiche Inhalte
- steigende und fallende Beiträge oder Videos
- Suchanfragen, die zu den Social-Media-Inhalten führen
- aktuelle Erfolge und Leistungsentwicklungen
Die Berichte findest du in der linken Navigation unter „Statistiken“ und „Leistung“.
Gut zu wissen
Für jedes Social-Media-Konto wird eine eigene Plattform-Property angelegt. Möchtest du mehrere Konten oder Plattformen auswerten, musst du den Vorgang jeweils wiederholen. Voraussetzung ist, dass du Zugriff auf das jeweilige Konto besitzt und die erforderlichen Berechtigungen bestätigen kannst.
Was Unternehmen jetzt daraus ableiten sollten
Die neue Funktion verbindet Social-Media-Marketing und Suchmaschinenoptimierung stärker miteinander. Unternehmen sollten deshalb nicht nur überlegen, was im Feed Aufmerksamkeit erzeugt, sondern auch, wonach potenzielle Kunden bei Google suchen.
Für die Content-Erstellung bedeutet das:
- konkrete Fragen der Zielgruppe beantworten
- relevante Suchbegriffe natürlich in Titel, Caption und Beschreibung verwenden
- Videos und Posts klar und verständlich strukturieren
- erfolgreiche Themen plattformübergreifend weiterentwickeln
- regelmäßig prüfen, welche Suchanfragen Impressionen und Klicks erzeugen
Ein gut gemachter Social-Media-Beitrag ist damit nicht mehr nur kurzfristiger Feed-Content. Er kann zu einem dauerhaft auffindbaren Inhalt werden, der auch Wochen oder Monate später neue Kontakte zur Marke bringt.
Fazit
Wer Social Media ausschließlich an Likes misst, bewertet digitale Sichtbarkeit zu klein. Mit den neuen Plattform-Properties macht Google sichtbar, was längst Realität ist: Gute Social-Media-Inhalte können gleichzeitig als SEO-Inhalte arbeiten.
Für Unternehmen und Agenturen entsteht dadurch eine neue Datengrundlage, um Themen, Formate und Plattformen nicht nur nach Engagement, sondern auch nach ihrer tatsächlichen Auffindbarkeit in der Google-Suche zu bewerten.
Häufige Fragen zur Social-Media-Auswertung in der Google Search Console
Welche Social-Media-Plattformen unterstützt die Google Search Console?
Die neuen Plattform-Properties unterstützen aktuell Instagram, TikTok, X und YouTube. Für jede Plattform wird in der Google Search Console eine eigene Property angelegt. Dadurch können Unternehmen und Content Creator getrennt auswerten, wie ihre öffentlichen Social-Media-Beiträge über die Google-Suche gefunden werden.
Welche Daten zeigt die Google Search Console für Social-Media-Posts?
Die Search Console zeigt unter anderem Impressionen, Klicks, Suchanfragen und besonders erfolgreiche Beiträge oder Videos. So lässt sich erkennen, welche Social-Media-Inhalte in der Google-Suche sichtbar sind und über welche Keywords Nutzer auf diese Inhalte aufmerksam werden.
Wie verbinde ich Instagram, TikTok, X oder YouTube mit der Search Console?
In der Google Search Console wird über die Property-Auswahl eine neue Plattform-Property hinzugefügt. Anschließend wählt man Instagram, TikTok, X oder YouTube aus und bestätigt den jeweiligen Account. Nach erfolgreicher Verknüpfung stehen die Leistungsdaten in den entsprechenden Berichten zur Verfügung.
Ersetzt die Google Search Console die Statistiken von Instagram, TikTok oder YouTube?
Nein. Die Search Console ersetzt keine plattformeigenen Analytics-Daten. Sie ergänzt Kennzahlen wie Likes, Kommentare, Shares und Videoaufrufe um Informationen zur Sichtbarkeit in der Google-Suche. Dadurch entsteht ein vollständigeres Bild der tatsächlichen Reichweite eines Social-Media-Beitrags.
Warum ist die neue Funktion für Social Media SEO wichtig?
Die neue Funktion zeigt, welche Beiträge nicht nur innerhalb einer Social-Media-Plattform funktionieren, sondern auch über Google gefunden werden. Unternehmen können dadurch gezielter Inhalte erstellen, die relevante Suchfragen beantworten und langfristig organische Reichweite aufbauen.
Können ältere Social-Media-Posts weiterhin über Google gefunden werden?
Ja. Öffentliche Beiträge und Videos können auch Wochen oder Monate nach ihrer Veröffentlichung in der Google-Suche erscheinen. Mit der Search Console lässt sich erkennen, welche älteren Inhalte weiterhin Impressionen und Klicks erhalten und sich möglicherweise für ein Update oder eine erneute Veröffentlichung eignen.